Seating | Niina Räty Installation, 2022
Juha Sääski, don`t worry be happy, Oil and pencil on paper
Uwe Sennert, Performance Toolbox
Frank Gratkowski, concert in Toolbox Finnish German Art Space

Kontakt

Andreas Wolf
Koloniestraße 120
13359 Berlin

Tel.: +49 176 81 82 60 30
mail@galerietoolbox.com

Über uns

TOOLBOX ist ein unabhängiges künstlerisches Kooperationsprojekt mit Ausstellungstätigkeit zur Förderung von internationalem künstlerischem Austausch. Im monatlichen Wechsel wird auf 40 m2 zeitgenössische Kunst in ihren vielfältigen Erscheinungsformen präsentiert.

Kunst verstehen die Künstlerinnen und Künstler von TOOLBOX als Werkzeug, mit dem die Gegenwart reflektiert und das Soziale – das Miteinander – verändert oder geschaffen wird. Der Schwerpunkt des Projektraums liegt in der Präsentation finnischer zeitgenössischer Kunst in Berlin und die Gegenüberstellung von finnischen und deutschen künstlerischen Sichtweisen auf für Menschen relevante Themen wie z. B. : Ideologien, Grenzen der Wahrnehmung, Wert von Emotionen, Theorien oder Umgang mit Ordnungssystemen.

Veranstaltung zur Koloniewedding

23.02. - 23.03.2024 Siiri Haarla – Iris Germanica

25.2-23.3.2024

Eröffnung: Fr 23.02.2024, 19 Uhr | Ausstellung: 25.2-23.3.2024

Geöffnet am Kolonie-Wochenende, So 25.02. 24, 14-18 Uhr

Toolbox Kabinett:

Iris Germanica, eine schlichte Blume, die man in ganz Europa sieht

Iris Germanica ist die Göttin von allem

Iris Germanica ist mein trauriges Lied von der vergehenden Zeit

Ich betrachte meine Malerei als einen lebenden Organismus. Am Anfang steht eine Idee, etwas, das mich stört und das Licht sehen will. Das erste Bild ist ein Keim, das zweite ein Blatt, das dritte ist vielleicht eine Blume und zehn Bilder ergeben einen Körper.

Ich würde sagen: Ich male zum Vergnügen, zum Vergnügen des Erkennens: Das ist es!

Ich hoffe, dass die Samen des Gesehenen aufgehen!

In meiner Malerei lasse ich mich von Assoziationen und Wünschen leiten. Ich möchte etwas malen, das ich noch nie gesehen habe, das sich aber dennoch beim Sehen offensichtlich anfühlt. Dieses Gefühl des Erkennens ist es, das die Malerei für fertig erklärt.

Ich bin vor zehn Jahren nach Berlin gezogen, und während ich diese Bilder male, erlebe ich auch diese Zeit wieder, eine Zeit, in der das Leben permanent zweigleisig ist.

Iris Germanica ist eine fragmentierte Saga über Zeit, Verlust, Immigration, Nation, Mythos, Botanik, Städte und Evolution. Einige Teile sind verloren gegangen, andere wurden verändert, es ist alt, aber nicht original. Es ist aufrichtig, aber nicht wahr.

Ich bin eine bildende Künstlerin, die in Helsinki und Berlin lebt. Meinen MFA-Abschluss machte ich 2011 an der Universität derBildenden Künste in Helsinki, wo ich auch meine Doktorarbeit über die Bedeutung von Farben und Sehen schreibe. Meine Arbeiten wurden in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Finnland, Dänemark und Deutschland gezeigt, darunter in der Helsinki Kunsthalle, der Forum Box Gallery und beim Festival Kunst am Spreeknie/Transformart.

Siiri Haarla

Helsinki 23.1.2024

Kunstwerk: Iris Germanica ‚Nibelungen‘ Ölgemälde auf Leinwand, 140x100cm, 2023 (Detail)


Toolbox Kabinett:

Hildegard Skowasch
*in Essen. Lebt und arbeitet in Berlin.
Studium an der Kunstakademie Münster und an der Ecole supérieure des Arts Plastiques, Tourcoing (Frankreich).
Die Arbeitsschwerpunkte von Hildegard Skowasch sind Skulptur (Papier/ Keramik), Zeichnung und Druckgrafik. Ausgehend von der Form schafft sie mit unterschiedlichen Materialien Projektionsflächen und eine eigene Welt mit inhaltlichen Verschiebungen, Möglichkeiten und Sichtweisen des Seins.

Sie ist Initiatorin künstlerischer Kollaborationen, wie „Hildegard Projekt“ oder „Generator“.
Seit 1989 hat sie zahlreiche Aufenthaltsstipendien u.a. im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, im Virginia Center for Creative Arts, USA, in der Saari residence der Kone Foundation, Finnland oder im KKVV Luleå, Schweden.
Sie stellt international aus.
2019 war sie mit einer umfassenden Werkschau im Polnischen Nationalmuseum in Gdansk und 2022 mit einer weiteren großen Einzelausstellung in der Städtischen Galerie BWA in Olsztyn vertreten.

Im Kabinett der Galerie Toolbox zeigt sie keramische Wandarbeiten.

Keramikkopf

Hildegard Skowasch: o. T., 2019, Keramik glasiert, ca 20 x 20 x 20 cm


Galerie/Projektraum TOOLBOX

Koloniestraße 120

13359 Berlin-Wedding

U-Bahn Osloerstraße

Mi, Fr-Sa 15-19 Uhr, Do 16-20 Uhr

An Feiertagen ist die Toolbox geschlossen

vergangene Veranstaltungen

30.06. - 23.07.2023 Stumpfsinniger Gehorsam ist das schlimmste Verbrechen

01.–23.07.2023
Mi–Sa 15–19 Uhr

Zeichnungsinstallation:
„Stumpfsinniger Gehorsam ist das schlimmste Verbrechen“
Sampsa Indrén, Finnland
Henrik Jacob, Deutschland
Mika Karhu, Finnland

28.04. - 20.05.2023 Pilvi Ojala (Finnland), Jakob Roepke (Berlin)

28.04.–20.05.2023
Mi–Sa: 15–19 Uhr

Pilvi Ojala

Mein Interesse gilt der Art und Weise, wie die Dinge installiert werden. Zum Beispiel sind Bühnenbild, Illusionen, künstlich und „authentisch“ Themen, die mich faszinieren. Darüber hinaus interessiere ich mich auch für Museen. Kunstmuseen, historische Museen, biologische, wissenschaftliche, Theater- und Filmmuseen, nicht zu vergessen die Museen, die Kuriositäten aller Art zeigen.

Als Mensch bin ich neugierig. Als Künstlerin wechsle ich von einer Technik und einem Medium zum anderen, was als Konzentrationsschwäche erscheinen mag. Ich male, ich zeichne, ich mache Animationen und ich baue dreidimensionale Werke. Obwohl für mich das Grundmotiv eines Künstlers darin besteht, alle Arten von visuellem Material zu sammeln, es zu bearbeiten und ein visuelles Kunstwerk zu komponieren. Ich bin wie ein Sammler, der die Welt um mich herum beobachtet, entdeckt und verdaut.

Für mich ist Kunst ein Medium, um verschiedene meiner Interessen zu kombinieren und somit eine Art persönliche Wunderkammer zu schaffen. Sie ist eine Möglichkeit, mich auszudrücken und ein Versuch, mich in die Welt hineinzuversetzen und sie zu verstehen.

Toolbox Kabinett: Jakob Roepke

26.05. - 24.06.2023 Root Tales

28.05.–24.06.2023
Mi–Sa: 15–19 Uhr

Tiia Matikainen

Eine menschliche Figur, die von einem schützenden Netz aus Pflanzen und Erde umhüllt ist, steht im Mittelpunkt der neuesten Skulpturen von Tiia Matikainen. Formen von Wurzeln und Sanddünen, die auf Tonoberflächen gemeißelt sind, nehmen die Gestalt von seltsamen Waldbewohnern an. Für die Künstlerin sind diese Skulpturen Wächterfiguren, eine schützende Schicht zwischen dem Menschen und der umgebenden Welt.

Der Wald und die damit verbundene finnische Mythologie sind wichtige Inspirationen für die künstlerische Arbeit von Matikainen. Eine der interessantesten ist die Vorstellung, vom Wald versteckt zu werden. Geister können diejenigen, die sich dort bewegen, dazu verlocken, sich in einer absurden Welt zu verlieren und aus dem Blickfeld der anderen zu verschwinden.

Das Verstecktsein im Wald steht nicht nur für Angst, sondern auch für Sicherheit und Verbundenheit mit der Natur, denn der Wald und seine Pflanzenwelt schützen uns und alles Leben auf unserem Planeten.
– Eins zu sein mit dem Wald, so dass man schließlich das Gefühl hat, sich in seinen Tiefen verloren zu haben.
Tiia Matikainen (geb. 1975, Kitee, Finnland) ist Bildhauerin und Keramikerin. Sie schloss 2002 den Master of Arts an der Universität für Kunst und Design Helsinki ab und lebt und arbeitet derzeit in Mänttä.

Weitere Informationen: http://www.tiiamatikainen.com

Toolbox Kabinett: Anna-Maria Balov (Berlin)

27.10. - 25.11.2023 Video Works | Aalto University Film Students

29.10–25.11.2023

Video Works | 28.10–26.11.2023

Aalto Universität, Finnland

Studenten des Bereichs Film präsentieren ihre Werke.

Eröffnung: 27.10 um 19 Uhr

Ausstellung: 29.10–25.11.2023

Kolonie Wochenende:geöffnet am Sonntag 29.10.2023 von 14–18 Uhr

James Coker, Suvi Hänninen, Venla Monni, ,Sameli Muurimäki, Julius Repo, Hilla Tykkyläinen


Galerie/Projektraum TOOLBOX
Koloniestraße 120
13359 Berlin-Wedding
U-Bahn Osloerstraße

Öffnungszeiten: Mi–Sa 15–19 Uhr

An Feiertagen ist die Toolbox geschlossen

26.01. - 16.02.2024 Vereinte Gegenüberstellung – Gagik Kurginian, Archi Galentz

26.1.–16.2.2024

27.01 und 28.01 16-20 Uhr, 2.-3.,9.-10. und 16. Februar:
16-20 Uhr + nach tel.: Vereinbarung 01795475312.

Das Jahr 2024 könnte entscheidend sein. Ein weiterer Staat könnte von der Weltkarte verschwinden. Vollständig oder innerhalb der uns bekannten Grenzen. Nach mehreren Jahren des Albtraums, der sich um uns herum abspielt, und der Tragödie in unserem Inneren, scheint diese Möglichkeit nicht mehr unvorstellbar. Letztes Jahr haben wir Armenier einen wichtigen Teil unseres Heimatlandes verloren – Arzach. Ein unabhängiger demokratischer Staat, auch bekannt als Berg-Karabach. Armenien ist in Gefahr. Die Ukraine ist in Gefahr. Wer ist der nächste? Wir sind Künstler, und wir haben keine fertigen Rezepte, wie wir Frieden und Stabilität, Wohlstand und Vertrauen in die Zukunft zurückbringen können. Aber uns ist eine Zuflucht geblieben – unsere Liebe und unser Glaube an die Malerei als eine eigene Welt. In dieser Ausstellung wollen wir über die Grenzen dieser Welt nachdenken.

Gagik und ich haben uns 2019 bei einer Vernissage in der Galerie Taube kennengelernt. Gagik war schon öfter in Berlin gewesen und war eingeladen worden, am Dezembersalon der Galerie Taube teilzunehmen. Wie sich herausstellen sollte, war es der letzte Dezembersalon: Im nächsten Jahr wurden wegen der Covid-Pandemie die Grenzen dichtgemacht und künstlerischer Austausch verlangsamte sich drastisch. Im Februar 2022 fielen Bomben auf die Ukraine und Gagik beschloss, sein neues Zuhause, sein Atelier, seine Bibliothek und seine Kunstwerke zu verlassen, um seine Familie zu retten. (Der Krieg begann plötzlich und heimtückisch. Moderne Raketen können jeden Punkt des Landes erreichen, niemand ist sicher). Das malerische Uschhorod, wo Gagik mit seiner jungen Frau und seiner Tochter lebte, liegt an der Grenze zur Slowakei. Ich bot an, mit dem Auto zu kommen und meinen Kollegen an der Grenze abzuholen. Viele Länder von der Schweiz bis Kanada luden die Ukrainer ein, aber Berlin war Gagik bereits vertraut, und er ließ sich mit seiner Familie in der deutschen Hauptstadt nieder.

Ich betreibe zusammen mit meinem Kollegen Andreas Wolf im Berliner Bezirk Pankow die Galerie Wolf & Galentz, und wir kamen nicht umhin, die Situation nach dem Ausbruch der militärischen Aggression zu reflektieren. Im Juni 2022 boten wir der Öffentlichkeit die Gruppenausstellung Kommentare zur Verrat und Gewalt. Gagik stand als Maler im Mittelpunkt dieses Projekts. Gleichzeitig konnten wir nicht erwarten, dass der 69-jährige Künstler in der Lage sein würde, sofort neue Werke für die Ausstellung zu produzieren. Nach seiner Ankunft in Berlin musste Gagik in einem langen Prozess eine Unterkunft für seine Familie, eine Schule für seine Tochter finden und Papierkram erledigen. Gagik brachte aber seine Erfahrung und seine Vision von Kunst mit nach Deutschland und kommentierte meisterhaft die Werke zahlreicher Künstler verschiedener Generationen und aus verschiedenen Ländern stammend in unserer Gruppenausstellung. Gagik nimmt weiterhin aktiv am künstlerischen Leben in Berlin teil, seine Arbeiten sind leicht und virtuos, lebendig und faszinierend. Diese Freiheit des Ausdrucks würde ich mir auch gerne gönnen. 30 Jahre Leben in Berlin haben mich diszipliniert und ein wenig eingeengt. In dieser Ausstellung möchte ich mir erlauben, auch ein kommentierender Maler zu sein. Neben Gagiks Gemälden präsentiere ich eine Reihe von Objekten. Einige sind gefunden, andere werden im Kontex des Rahmens gestellt, aber alle sind nicht mit Pinsel und Farbe geschaffen. Zusätzlich haben wir – beide armenische Künstler – für diese Ausstellung Vereinte Gegenüberstellung eine gemeinsame Druckgrafik erstellt: Rücken an Rücken versucht ich – ein russischer Staatsbürger und Gagik – ein ukrainischer Staatsbürer einen kleinen Freiraum für uns abzugrenzen. Danke an Berlin, wo Künstler Zuflucht finden und and Andreas Wolf und Toolbox wo Gagik Kurginian und ich gemeinsam ausstellen dürfen.

Archi Galentz, geboren 1971 in Moskau (Russland als Teil der UdSSR), 1989 Studium an der Staatlichen Universität für bildende Künste und Theater in Jerewan, Armenien (Teil der UdSSR), 1992–97 Student an der Hochschule der Künste Berlin, Meisterschüler bei Klaus Fußmann. Seit 1989 über achtzig internationale Ausstellungen, seit 2000 Tätigkeit als Ausstellungskurator, Journalist und Lehrbeauftragter. Gründungsmitglied einer Plattform für armenische Diaspora-künstler „Underconstruction.Home“. 2008 Gründung eines eigenen Projektraums InteriorDAsein in Berlin. 2019 Gründung der Galerie Wolf & Galentz mit Andreas Wolf in Berlin Pankow. Vater von zwei Kindern. Archi Galentz lebt und arbeitet in Berlin.

Gagik Kurginian, geboren 1953 in Eriwan, Armenien (Teil der UdSSR). 1966 Umsiedlung mit den Eltern nach Saporischschja, Ukraine (Teil der UdSSR). 1977 Diplomabschluss an der Staatlichen Medizinischen Universität. Neben der Beschäftigung als Arzt betätigte er sich auch als Juwelier, Sportler und Künstler. Seit 1989 Teilnahme an zahlreichen internationalen Ausstellungen. 2015(?) Umzug nach Uschhorod, Ukraine, 2022 Umsiedlung mit Familie nach Berlin. Vater von zwei Kindern. Gagik Kurginian lebt und arbeitet in Berlin.

29.09. - 21.10.2023 Wounds – Drawings by eight contemporary artists from Iran

1.–22. 10. 2023
Wed–Sat 3–7pm

Eröffnung: Freitag, 29. 9. 2023, 19 Uhr

Künstler:innen
Sahar Nahavandi Nejad, Atefeh Mehrvarz, Minoo Kiani,
Azin Rostami, Raheleh Ghavipanjeh, Behnam Bakhshizadeh,
Farhad Gavzan, Hossein Ghafouri

Ergänzt wir die Ausstellung durch kleinere Werke zum gleichen Thema von den Toolbox-Mitgliedern Maija Helasvuo, Sampsa Indrén,
Mika Karhu, Niina Räty, Juha Sääski und Ilkka Sariola.

kuratiert von Farhad Gavzan and Ilkka Sariola

Abb.: Sahar Nahavandi Nejad, o. T., Bleistift auf Pappe, 50 x 70 cm

25.08. - 23.09.2023 Contact

25.8.–23.9.2023
Mi–Sa 15-19 Uhr

Niina Räty (Malerei und Zeichnung), Maija Helasvuo (Holzskulpturen)

25.8.–23.9.2023

Öffnungszeiten: Mi–Sa 15-19 Uhr

An Feiertagen geschlossen


Maija Helasvuo

Meine in der Ausstellung gezeigten Skulpturen sind im Gedenken an meine verstorbenen Verwandten entstanden.
Im alten finnischen Glauben fungiert der Vogel als Bote zwischen den Lebenden und den Toten. Die Verbindung zum Jenseits besteht also immer.

Abb. Titelbild: From Spring to Autum, 2021, Foto: Jussi Tiainen

Niina Räty

Ich habe einen Hund, der Freude und Struktur in mein Leben bringt. Sie vertraut mir, leistet mir eifrig Gesellschaft und macht gewöhnliche Tage sinnvoller. Sie wird als mein Eigentum betrachtet. Tiere werden gehandelt, sie werden gemolken, geschoren und geschlachtet, sie werden zum Tragen und zum Wettbewerb gezwungen. Ist es überhaupt möglich, eine Beziehung zu einem Tier aufzubauen, ohne Vorteile zu suchen?

To milk, 2022, oli pastel on canvas, Niina Räty
To milk, 2022, Öl und Pastell auf Leinwand

Toolbox Kabinett

Im Kabinett werden sich zwei Musikarchäologen vorstellen.
Einer aus Finnland und einer aus Berlin:
Dr. Arnd Adje Beide
Dr. Riitta Rainio
Präsentiert wird eine archäomusikologische Installation bestehend aus einem Virtual-Reality-Video und Keramikskulpturen von Instrumentalisten.

Die Virtual-Reality-Videos erwecken die Geräuschkulisse an der Felsmalereistätte von Siliävuori, Finnland, vor etwa 5.000 Jahren zum Leben. Die bemalte Felswand, die sich direkt aus dem See erhebt, antwortet auf Trommeln und Gesang mit Echos. Es wird angenommen, dass die Felsmalereien mit Abbildungen von Tieren, Menschen, Booten und sogar Trommlern Ritualplätze für prähistorische Jäger, Fischer und Sammler waren.
Die Virtual-Reality-Rekonstruktion von Silävuori wurde in Zusammenarbeit von Archäologen, Musikwissenschaftlern und Kognitionswissenschaftlern der Universität Helsinki unter Verwendung von terrestrischen und Luft-Laserscans, sphärischen Fotografien, räumlichen Impulsantworten, Studioaufnahmen und anderen Techniken erstellt. Die Arbeit war Teil von Dr. Riitta Rainios Projekt “Acoustics and auditory culture at hunter-gatherer rock art sites in Northern Europe, Siberia and North America”, das von der Academy of Finland (2018-2023) finanziert wird.